GEMEINSCHAFT
 
 

Am 14. November 1982 begannen acht von der Gründungsabtei Mariastern – Gwiggen entsandte Schwestern das klösterliche Leben in Marienfeld, zunächst im Status eines abhängigen Priorates; die Ausbildung nachkommender Schwestern lag weiterhin in den Händen des Mutterklosters. Am 17. April 1991 konnte Marienfeld als Selbständiges Priorat errichtet und mit der Aufnahme der ersten Novizin ein eigenes Noviziat  begründet werden. Am 29. März 2000 wurde das Kloster zur Abtei erhoben und die seit der Gründung amtierende Priorin, Sr. Maria Benedikta Deninger OCist, als erste Äbtissin gewählt und eingesetzt. Nach deren altersbedingten Rücktritt wurde am 21. Mai 2014 Sr. M. Hedwig Pauer OCist zur 2. Äbtissin des Klosters gewählt und in ihr Amt eingeführt. Die Benediktion empfing sie am 11. Juli 2014 durch den Generalabt des Zisterzienserordens, Mauro-Giuseppe Lepori OCist.
Der Konvent ist inzwischen auf neunzehn Schwestern angewachsen.

 
 

Als Kirche im Kleinen will Marienfeld in der Verborgenheit der Klausur und im Hören auf sein Wort Gott loben und seine Liebe unter den Menschen sichtbar machen. Das von Abtpräses Dr. Kassian Lauterer OCist, Wettingen – Mehrerau, für die Neugründung gezeichnete Lebensprogramm des Klosters gilt heute genauso wie damals: „Die Aufgabe der Schwestern von Marienfeld wird nicht in erster Linie in äußerer Tätigkeit und sozialen Werken bestehen, sondern im einfachen Dasein für Gott und sein Reich, in der Zeichenhaftigkeit einer christlichen Schwesterngemeinschaft in Gebet und Sühne.“ Die konkrete Lebensform ergibt sich aus den Forderungen der Benediktusregel und den Richtlinien der Zisterzienserkonstitutionen, in Anpassung an die jeweils dem Kloster gestellten Aufgaben. „Schule der Urkirche, Schule der Liebe“ will auch Marienfeld sein, wie die Zisterzienserklöster es anstreben.