GRÜNDUNGSGESCHICHTE:

Marienfeld ist eine Tochtergründung der Zisterzienserinnenabtei Mariastern-Gwiggen in Vorarlberg. Seine Entstehung – unweit des damaligen „Eisernen Vorhangs“ – steht in enger Verbindung mit der „Wallfahrt für die Kirche“ zu Unserer Lieben Frau im nahegelegenen Maria Roggendorf. Die im 15. Jahrhundert begonnene, traditionsreiche Wallfahrt zu dem auf Leder gemalten Marienbild war unter Kaiser Joseph II. aufgehoben worden, in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts gab es erste Bemühungen um eine Wiederbelebung.

1969 wurde das restaurierte Gnadenbild auf Initiative des damaligen Religionsprofessors in Hollabrunn und späteren Erzbischofs von Wien, Hans Hermann Kardinal Groër († 24. März 2003) neu aufgestellt und geweiht. Sein Wunsch war es, Maria Roggendorf durch die erneuerte Wallfahrt wieder zu einer Stätte lebendiger und zeitgemäßer  Verehrung der Gottesmutter Maria  werden zu lassen, die alle Menschen zu Christus führen will. Mit der erstenam 13. Oktober 1969 unter Führung des damaligen Apostolischen Nuntius in Österreich, Erzbischof Dr. Opilio Rossi, begann die lange Reihe der „Monatswallfahrten“ in den vier Intentionen:

 

 

Festigung im Glauben,

Geistliche Berufe,

Erneuerung der Kirche,

Friede in der Welt.

--Gnadenbild Unserer Lieben Frau von Maria Roggendorf
 
 

Unter der geistlichen Führung des Wallfahrtsdirektors, Hans Hermann Groër reifte schon bald in den Herzen besonders jugendlicher Pilger der Gedanke, dass in der Nähe der Wallfahrtskirche ein Kloster gegründet werden sollte: eine Stätte gottgeweihten Lebens und ständigen Gebetes in den großen Anliegen von Kirche und Welt. Als Gründungskloster konnte die Zisterzienserinnenabtei Mariastern – Gwiggen in Vorarlberg gewonnen werden, deren Konvent in einem Akt starken Glaubens an die Vorsehung Gottes und im beharrlichen Beten um geistliche Berufe seine Zustimmung gab. Den Bauplatz - ein 4 Hektar großes Grundstück – stellte das Benediktinerstift Melk (Niederösterreich) als Geschenk zur Verfügung. Am 12. Mai 1974 weihte der damalige Generalabt des Zisterzienserordens, Dr. Sighard Kleiner OCist, im Beisein der Äbtissin des Mutterklosters, M. Agnes Fabianek OCist, das Gründungskreuz; am 28. Mai wurde es als erstes sichtbares Zeichen am Rande des künftigen Klostervorplatzes aufgestellt.

 

Die Grundsteinweihe erfolgte am 7. September 1975.  Mit der Weihe des Gotteshauses durch den damaligen Wiener Erzbischof, Kardinal Dr. Franz König, am 14. November 1982 begannen acht  Schwestern aus der Gründungsabtei Mariastern das monastisch-kontemplative Leben im neuerbauten Kloster.